Gemeinde Gerbershausen

Bürgermeisteramt

Untere Dorfstraße 99a
37318 Gerbershausen

Tel.: 036081 61721

Sprechstunde:
jeden 1. Mittwoch im Monat

Bürgermeister
Johannes Döring

Gemeinderatsmitglieder

Meier, Benjamin (Beigeordneter)
Apel, Ramona
Döring, Mathias
Heinemann, Marcus
Rhode, Thomas
Riethmüller, Mathias
Riethmüller, Tobias
Weiß, Christian

Geschichte/Urkundliche Ersterwähnung

Bereits im Jahre 1956 spricht Walter Prochaska in seinem "Eichsfelder Heimatbuch" von einer gesicherten urkundlichen Erwähnung des Dorfes Gerbershausen im Jahre 1221. Erzbischof Siegfried II von Mainz bestätigt darin in der Urkunde Nr. 213, am 11. November 1221 die Besitzungen des Klosters Beuren. Hierin wird Gerwardishuen 1221 erwähnt, als ein gewisser Heinrich Hessone von Rosdorf dort Güter von Beuren zum Tausch für woanders gelegene Besitzungen erhielt.

Als gesichertes Datum der urkundlichen Ersterwähnung gilt daher das Jahr 1221.

Als kurmainzisches Lehen gelangte Gerbershausen zwischen 1348 und 1443 schrittweise an die Herren von Hanstein. Das in unmittelbarer Nachbarschaft gelegene Rothenbach gehörte bereits 1362 als hessisches Lehen den Hansteinern. Nachdem das Dorf Rothenbach aufgegeben wurde, bauten sie dort im 16. Jahrhundert ein Gut auf. Von 1578 bis 1771 war der Ort auch Gerichtssitz des Gesamtgerichts von Hanstein. Nach der Reformation werden in Gerbershausen die evangelischen Pfarrer Johann Kramer (1585) und Georg Holzmann (1594) erwähnt, im 17. Jahrhundert wird dann wieder ein katholischer Pfarrer durch des Bischöfliche Kommissariat des Eichsfeldes eingesetzt.

Der Ort war bis zur Säkularisation Teil von Kurmainz und von 1802 bis 1945 Teil der preußischen Provinz Sachsen und gehörte zwischenzeitlich von 1806 bis 1813 zum Königreiches Westphalen. Ab 1945 war Gerbershausen Teil der sowjetischen Besatzungszone und ab 1949 der DDR. Von 1961 bis zur Wende und Wiedervereinigung 1989/1990 lag der Ort nahe der Innerdeutschen Grenze im Sperrgebiet. Seit 1990 gehört der Ort zum wieder gegründeten Bundesland Thüringen.

Wappen

Zur Genehmigung wurde ein Wappenvorschlag erarbeitet, welcher sich aus der Namensfindung der Gemeinde Gerbershausen entwickelt.
Das Wappen soll mit Speer und der Schutzaufgabe eines Wächters unseren Namen sowie den Zusammenhalt der dörflichen Gemeinschaft darstellen.
Das blau der Heidelbeeren in Teilen des Schildes gezeigt, behandelt unseren Beinamen “Gerbershäuser Heidelbeerjungs“. Der auf der rechten Seite des Wappens dargestellte Johannesstab soll die traditionelle christliche Bindung der Menschen auch zum Namenspatron unserer Kirche “Johannes der Täufer“ mit einbeziehen.

Sehenswertes

  • Barocke Kirche, erbaut 1777
  • Erbbegräbnis derer von Hanstein
  • imponierende Naturdenkmäler wie den wohl ältesten Eichenbaum des Eichsfeldes, der 500 - 600 jährigen genannten „Dicken Eiche“, in deren Nachbarschaft eine gewaltige Linde sowie die nach Ewald Heerda (Buch) schönste Kastanie zu bestaunen sind
  • hergerichtete Aussichtspunkte am Scharfhagen und dem Mühlenberg
  • denkmalgeschützte ortstypische renovierte Fachwerkhäuser und Gehöfte, welche die Bauweise im ländlichen Raum besonders schön darstellen

Lage

Gerbershausen liegt im Westen des Landkreises Eichsfeld in einer Tallage zwischen den Höhen des Höheberges (mit der Teufelskanzel: 452 m) im Südwesten und des Oberen Eichsfeldes (mit der Hennefeste: 446 m und dem Hamelsberg: 421 m) im Nordosten. Die Tallage um Gerbershausen selbst gehört zur Fretteröder Keupersenke. In der Ortslage entspringt der Geibbach, nebst Kälberbach, welcher bei Oberstein in den Steinsbach, einen Nebenarm der Leine, mündet. Nachbarorte sind Bornhagen im Westen, Arenshausen im Norden und Fretterode im Südosten. Der Ort ist über die Landesstraße 1002 an die Bundesstraße 80 südlich von Hohengandern angeschlossen.

Spitzname: Gerbershisser Heidelbeermänner oder Heidelbeerjungs.

Einwohner zum 31.12.2018: 594
Gemarkungsgröße: 7,53 qkm